Sonntag, 29. April 2012

Erstes Resümee

Seit gut zwei Wochen bin ich jetzt dabei (als ich meinen ersten Blog-Post schrieb, hatte ich schon eine Woche hinter mir)  und habe es geschafft, mich mehr oder weniger gesund zu ernähren. Mein Fazit nach 14 Tagen ist durchweg positiv, und zwar aus folgenden Gründen:

1) Ich habe 1,5 Kilo verloren (Die hartnäckigen, die man normalerweise nie loswird!) - von anfangs 57,2kg auf 55,8kg.

2) Meine Taille ist 2cm schmaler geworden - von 66cm zu 64cm.

3) Mein Heißhunger auf Süßes ist komplett weg (ich mochte das vorher schon nicht sooo gerne, aber inzwischen reizt mich nicht mal mehr richtig leckerer Erdbeerkuchen).

4) Mein Heißhunger auf Fleisch und Milchprodukte hat sich stark reduziert.

5) Ich esse wesentlich bewusster und gebe mir mehr Mühe, meine Mahlzeiten zu planen, damit ich so wenig wie möglich wegwerfen muss (leider ist das bei den Packungsgrößen im Supermarkt aber manchmal einfach unumgänglich).

6) Durch das viele Selbermachen schmecken mir Fertiggerichte nicht mehr. Meine Geschmacksnerven haben sich wieder an die natürlichen Aromen gewöhnt und brauchen keinen Zucker oder sonst irgendwelche Zusatzstoffe, um etwas lecker zu finden.

7) Ich esse einfach abwechslungsreicher und habe seltener Langeweile, wenn ich mich für ein Essen entscheiden muss.

8) Ich habe das Gefühl, wacher im Kopf zu sein und mehr Energie zu haben. Ich schaffe am Tag mehr als vor meiner Ernährungsumstellung. 

9) Obwohl ich tatsächlich vieles nicht mehr in dem Maß esse wie früher (normales Brot, Nudeln, Wurst, Käse, Eier, Milch, Kuchen, Marmelade, Schokolade, Fleisch), fühlt es sich meistens nicht wie Verzicht an - und ja, ich weiß, das klingt unglaublich. Die Entwöhnung davon hat mir persönlich gezeigt, dass ich all das gar nicht wirklich brauche und es mich im Gegenteil eher runterzieht.

Zugegebenermaßen habe ich mich relativ radikal umgestellt, aber ich bin der Meinung, dass man sich genauso gut allmählich umgewöhnen kann. Das erleichtert die Eingewöhnung sehr (gerade für Skeptiker oder Unentschlossene, die keine Lust haben, sofort alles über den Haufen zu werfen) und man hat noch viel öfter ein Erfolgserlebnis, wenn man merkt, wie gut es eigentlich ohne diesen oder jenen Dickmacher geht. :-)

Ein weiteres meiner "Geheimnisse" ist viel trinken. Ohne Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke sind es mindestens 2 Liter am Tag.

Generell sollte man unbedingt die Finger von kohlensäurehaltigen Getränken lassen, weil Kohlensäure den Körper übersäuert und ihm unnötig viel zum Entgiften gibt. Besser sind verdünnte Säfte, stilles Mineralwasser (oder gefiltertes Leitungswasser) und Tees. Ich weiß, dass sehr viele Menschen ihre Cola/Fanta/Sprite lieben, aber wenn man sich etwas Gutes tun will, sollte man den Genuss stark einschränken. Zucker ist ein idealer Nährboden für Bakterien, welche wiederum das Immunsystem schwächen und Erkältungen, Pilzinfekten und anderen Zipperlein den Weg ebnen. In Coke Zero ist immer noch viel Kohlensäure drin, die ist also nicht viel besser als ihre große Schwester.

Falls also jemand mit einer säurearmen Ernährung beginnen möchte, sollte er auf solche Getränke als erstes verzichten. Das fällt leichter, als man denkt, und ich möchte wetten, dass man sie schon nach ein paar Tagen bis Wochen nicht mehr vermissen wird.

Mir geht es mit meinem Experiment jedenfalls bisher sehr gut und ich bin schon gespannt, was ich in den nächsten Wochen so erleben werde. Noch ein Kilo Gewichtsverlust wäre toll, außerdem werde ich mal sehen, wie ich mich beim Sport mache, sprich, ob ich genug Elan dafür aufbringen kann. Schlanksein nützt ja alles nichts, wenn man keine Muskeln hat und aussieht wie ein Schluck Wasser in der Kurve ;-)

Dienstag, 24. April 2012

Fleischeslust

Mein basisches Ernährungsexperiment sieht neben mehr Gemüse und Obst auch eine Einschränkung meines Fleisch- und Wurstkonsums vor.

Das ist ganz schön hart, denken sicherlich einige von euch. Die meisten Menschen in Deutschland essen ständig Fleisch: zum Frühstück, zum Mittagessen und natürlich auch abends. Wir treffen uns zu Grillparties, gehen in gute Restaurants oder holen uns öfter mal eine Wurst, wenn wir unterwegs sind. Es ist normal geworden, ohne Fleisch geht es oft gar nicht mehr, weil es dann nicht richtig schmeckt.

Also ja, es ist nicht ganz einfach, plötzlich weniger davon zu essen. Mir persönlich schmeckt Fleisch und ich mag auch Salami und Schinken auf meinem Brot ... Wenn man allerdings bedenkt, wie viel Salz und Fett in so einer Salami drin ist, ganz zu schweigen von den Sachen, über die man lieber nicht nachdenkt, wie widernatürliche, oftmals qualvolle Massentierhaltung und Tiertransporte, Tiermedikation und Schadstoffe, die aus belastetem Futter (gedüngte und gesprühte oder sogar gentechnisch behandelte Pflanzen sowie Tiermehl, das Kühe und Hühner in freier Wildbahn niemals fressen würden) in das Fleisch übergehen, dann fällt es einem plötzlich nicht mehr ganz so schwer, ab und zu der Fleischeslust zu entsagen.

Einen sehr interessanten, wenn auch alarmierenden Aufsatz zum Thema Milch (und naturgemäß auch zum Rindfleisch) findet ihr HIER (englisch).

BIO-Fleisch und Wurst ist in meinen Augen ein akzeptabler Kompromiss, wenn man trotz allen Verständnisses für die Bedürfnisse der Tiere Fleisch essen möchte. Die höheren Preise sorgen schon von ganz allein dafür, dass man sich genau überlegt, was in den Einkaufswagen wandert. So sollte es auch sein, sowohl den Tieren als auch den Menschen zuliebe. Der Mensch braucht gar nicht so viel tierisches Eiweiß, wie einem immer vorgegaukelt wird; viele besser verträgliche Eiweiße und Mineralien können wir auch pflanzlich zu uns nehmen.

Seit gut anderthalb Wochen habe ich aus diesem Grund überhaupt keine Wurst mehr gegessen, und auch keinen Schnittkäse. Am Wochenende gönne ich mir allerdings ohne schlechtes Gewissen eine Fleischmahlzeit (einmal war es ein köstliches Lammrückensteak, das andere Mal das Hühnchen in meiner Süßkartoffelsuppe) und genieße es richtig, sie zuzubereiten. Die Sinne nehmen das ganz anders wahr und man hat ein bisschen das Gefühl, wieder in den 50ern gelandet zu sein, wo der Sonntagsbraten das Highlight der Woche war :-)  Und sicherlich werde ich auch öfter mal an der Feinkosttheke schwach und leiste mir eine Schafkäsecreme mit irgendwas drin.

In einem älteren Post habe ich erwähnt, dass Fleisch und Milchprodukte sauer verstoffwechselt werden, also mit mehr basischen Lebensmitteln ausgeglichen werden müssen, damit es der Körper bei der Verdauung leichter hat, und bisher bestätigt meine Erfahrung diese Aussage. Ich fühle mich wesentlich "leichter" und nicht so träge nach dem Essen. Ich habe eher wieder Appetit und rieche und schmecke interessanterweise das Fleisch jetzt intensiver als vorher. Vielleicht liegt es daran, dass der Körper es wieder als etwas "Besonderes" wahrnimmt und nicht als tägliche Gegebenheit.

Mit dem Fleisch ein bisschen sparsamer umzugehen hat aber noch einen weiteren Vorteil! Man wird plötzlich entdeckungsfreudiger, was sein Essen angeht. Man verlässt sich nicht mehr drauf, dass der Hähnchenschlegel ausreicht, um satt zu machen. Plötzlich will man verschiedene Gemüsesorten ausprobieren, wechselt von Salat zu Suppe zu Auflauf. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, sich abwechslungsreich zu ernähren, und sie erschließen sich mir erst jetzt. Eigentlich traurig, oder? Dabei kann man mit ein bisschen Geduld und Übung wirklich sehr leckere Gerichte zaubern, bei denen von frisch und kühl bis heiß und deftig wirklich alles dabei ist.

Wer Lust hat, sollte dieses kleine Experiment einmal wagen. Zwei Wochen würden schon ausreichen, hat es bei mir ja auch. Ich bin gespannt, was eure Meinungen dazu sind!

Sonntag, 22. April 2012

Frühstück für Mensch und Tier :)

Mir war ja bewusst, dass das Frühstück für viele Menschen die wichtigste Mahlzeit des Tages ist, aber dass sogar mein Kater sich für meinen Smoothie interessiert, bringt mich immer wieder zum Lachen. Er schlabbert die Deckel jedes Mal mit Begeisterung aus :-)



Und wie sieht so ein mögliches gesundes Frühstück aus? Für mich hat sich an Wochentagen folgendes recht gut bewährt: 

Ich beginne meinen Arbeitstag immer mit einer großen Tasse grünen Tee (3min Ziehzeit), den ich mit einem Schluck frischen Zitronensaft veredle. Danach kommt dann verdünnter O-Saft (pur ist er mir zu sauer) und ein Weilchen später esse ich Frühstückspampe aus Hirse und Buchweizen mit Ahornsirup und etwas Milch und Obst, wenn ich welches da habe. Säfte aus Zitrusfrüchten sind basisch, die belasten den Körper direkt nach dem Aufstehen noch nicht so mit neuen Säuren und der grüne Tee weckt mindestens genauso gut auf wie Kaffee. Seit einer Woche bin ich vormittags hellwach, und zwar richtig. Wer diesen Zustand nicht kennt, aber Wert auf geistige Anwesenheit legt, sollte das mal ausprobieren. *g* Kaffee gönne ich mir eher am Nachmittag zu einem Stück Kuchen oder einem Keks. Meistens ist er dann koffeinfrei, damit ich abends schlafen kann.

Einige interessante Ideen für basisches Frühstücken und generell basische Gerichte findet ihr HIER.

Es ist nicht ganz einfach, sich sofort darauf einzustellen, weil die üblichen Sachen wie Brötchen, Brot, Marmeladen, Wurst, Kaffee usw aufgrund ihrer sauren Verstoffwechselung nicht angesagt sind, aber wenn man in kleinen Schritten beginnt und mit einzelnen basischen Komponenten anfängt, gewöhnt man sich sehr gut an das neue Essverhalten. Bei mir funktioniert das wesentlich besser als eine totale, radikale Umstellung, aber das ist ein Thema für einen späteren Post.

Wie beginnt ihr euren Tag? Und was könntet ihr spontan ändern?

Samstag, 21. April 2012

Ahornsirup ist der neue Zucker

Und gleich kommt der nächste Post :)

Es liegt mir am Herzen, mal ein bisschen über Zucker zu meckern, weil er mir oft nicht nur zu süß ist (vor allem im Tee), sondern weil er auch schlicht und ergreifend nicht gut für uns ist. Zucker ist ein "saures" Lebensmittel, das es unserer Niere schwer macht, und außerdem ermöglicht er es Bakterien, sich in unserem Körper auszubreiten.

Um Erkältungs-, Magen- und sonstigen schädlichen Bakterien also nicht noch mehr Angriffsfläche zu bieten als ohnehin schon (wer einmal im Winter in einer vollen U-Bahn gefahren ist, weiß wovon ich rede ...), habe ich mich entschlossen, Zucker so gut es geht aus meinem Leben zu verbannen. Seit einer Woche trinke ich meinen Kaffee mit Ahornsirup und meine Pfannkuchen von heute früh habe ich ebenfalls mit Ahornsirup statt Zucker gesüßt. Beides schmeckt wunderbar.

Statt Ahornsirup kann man natürlich auch andere Sirupe nehmen, zum Beispiel Agavendicksaft. Probiert es doch einmal aus, ihr werdet feststellen, dass euch der Würfelzucker im Kuchen oder Tee oder Kaffee nicht fehlen wird. Jedes kleine Bisschen, das uns nicht belastet, ist schon eine Hilfe. Außerdem ist dieser Ersatz kein bisschen Öko, sondern auch eine legitime Geschmacksfrage. ;-)

Und nun folgt ein Foto meines (größtenteils) basischen Frühstücks: Dinkelpfannkuchen mit Erdbeeren und einem Schuss Ahornsirup.

Das Rezept habe ich von Chefkoch geklaut, ihr findet es HIER. Anstatt Zucker habe ich Ahornsirup genommen und, da ich noch was von gestern übrig hatte, etwas Kokosmilch dazugegeben. Und ich muss sagen, das war den Aufwand wert! Nachkochen wird hiermit empfohlen. Einen Pfannkuchen habe ich noch übrig, den werde ich heute Abend herzhaft füllen.


Guten Appetit! ^_^

Nachtrag 18.30 Uhr: Ich möchte euch mein Mittagessen, eine Süßkartoffel-Erdnusscreme-Suppe mit Curryhühnchen nicht vorenthalten. Die Suppe habe ich gestern schon gekocht und das Huhn heute als Highlight dazugegeben. Gegessen habe ich schon um 15 Uhr, aber satt bin ich immer noch. Wenn das so weitergeht, gibt es für mich heute Abend bloß noch eine Kleinigkeit :)

Das Rezept für diese superleckere, sättigende Suppe findet ihr HIER. Vegetarier und Veganer müssen nicht viel tricksen, einfach die Hühnerbrühe mit Gemüsebrühe ersetzen.

Herzlich willkommen bei der Entdeckerhexe :-)

Hallihallo liebe Bekannte und Unbekannte,

ich habe mich entschlossen, diesen Blog zu starten, weil ich mich seit einiger Zeit schon für gesunde Ernährung und natürliche Körperpflege interessiere und meine Erfahrungen damit festhalten möchte. Dazu gehört natürlich, was ich so koche und esse, aber auch, welche kleinen Tricks man so anwenden kann, um auf chemische Kosmetika usw verzichten zu können. :)

Ganz besonders interessiere ich mich für die basische Ernährung. Das Konzept eines ausgeglichenen Säure-Basenhaushaltes beruht anscheinend darauf, dass der Körper ständig darum bemüht ist, schädliche Stoffe aus industriellen Lebensmitteln, aber auch aus Cremes, Duschgels oder Shampoos über die Nieren und die Haut loszuwerden, und dafür braucht er basische Mineralien. Ein Übermaß an Säure sorgt nämlich dafür, dass der Körper vorzeitig altert, man sich schlapp und lustlos fühlt und sogar hartnäckiges Übergewicht hat. Mein Experiment wird also sein, mich durch eine halbwegs konsequent gesunde, basische Ernährung zu "erfrischen" - und euch an meinen Erkenntnissen teilhaben zu lassen. Es sollte nicht allzu lange dauern, bis erste Ergebnisse sichtbar sind!

Um es gleich vorweg zu nehmen: Wenn ich hier auf Artikel, Rezepte oder sonstiges verweise, dann mache ich nur deshalb Werbung, weil ich davon überzeugt bin, nicht, weil mich jemand dafür bezahlt (eigentlich schade *g*).

Ich hoffe sehr, dass dieses Experiment erfolgreich sein wird und werde in Kürze einen ersten Lagebericht liefern. Kommentare, Tipps und Fragen dazu sind jederzeit willkommen und ich werde mich bemühren, so schnell wie möglich zu antworten.

Lieben Gruß,

Romana